Sehr geehrte Herren,

ich gehe doch davon aus, dass im Personalbereich nur Herren statt Blondinen sitzen. Obwohl . . .?

Bereits Ihr Mann an der Spitze, der Herr Schindler, ist ja nicht so aufregend gut. Er hatte schon 2011 vorhergesagt, dass der syrische Diktator ASSAD so gut wie bereits mausetot sei und in Kürze von der Bildfläche verschwinden würde.

Nur weiss keiner so recht, wo dieses weitgehend unbekannte Örtchen Kürze denn liegt, aber mittlerweile haben wir knapp vor 2015!

Dieser Diktator diktiert immer noch (widerrechtlich) Diktate, wurde unverständlicherweise sogar mit Mehrheit im ersten Wahlgang 2014 wiedergewählt. Selbstverständlich undemokratisch, weil die von den Freiheitskämpfern (zuerst freie syrische Armee genannt, dann ISIS und heute IS) besetzten Gebiete ja nicht mitwählen durften/ konnten.

Da wurde ich stutzig. Das erste Mal. Wie kann ein deutscher Geheimdienstchef prognostisch so weit danebenliegen?

Waren die Mitarbeiter unfähig, oder Herr Schindler selbst bei der Auswertung der Berichte, Analysen, Hochrechnungen und Zuarbeiten der anderen befreundeten Geheimdienste?

Aber nun kommt noch schlimmer das Jüngste, das Letzte. Genauer, das bis heute wirklich, wahr und wahrhaftig Allerletzte:

Herr Schindler erklärte vor hohem Gremium, die Streitkräfte der kiewputschresistenten Widerständler von Lugansk/ Donezk als die Abfeuerer einer BUK Luft- Boden- Rakete, die die malaysische Passagiermaschine mit der Kennung MH 017 zerstört hätte.

Ich habe zwar keinen so stolzen, arbeitsamen Geheimdienst hinter mir wie Herr Schindler, aber ich kann logisch denken, erlesene Fakten, Indizien und gesehene Bilder des Flugzeuges schlüssig bewerten.

Das Flugzeug weist deutliche Einschüsse und Austrittsöffnungen von Maschinenwaffen exakt im Cockpit- und Flügelspitzenbereich auf. Ausreichend viele neutrale Zeugenaussagen konnten weder Boden- Luft- Raketen- Abgasspuren, (Kondensstreifen) ausmachen, noch deren Startknall belegen, verneinten ausdrücklich, dass die Maschine sofort in der Luft in Brand geraten sei, was zu 99 % bei einem BUK Treffer der Fall gewesen wäre und erklärten die Nähe eines „Düsenjägers“ (Laien!) dicht an der getroffenen, abstürzenden Maschine.

Ein solcher Versager von BND- Chef ist für Sie, verehrte Damen und Herren, bei einer solchen, seiner zweiten Fehleinschätzung, somit untragbar geworden.

Ich selbst bin Rentner, schwerstens behindert, habe leicht auszumachende Demenz Ansätze und wirke nach Aussen hin reichlichst vertrottelt. Ich bin sozusagen ein fleischgewordener Bilderbuchdepp.

Da wäre ich doch der allergeeignetste Mann für Sie, solche künftig erneut geheimdienstlich traditionell zu erwartenden Aussetzer dem Volk endlich  nachvollziehbar begründen, entschuldigen zu können.

Das heißt, ich würde schon von vornherein besser kontrollieren, was mir da so zugearbeitet wird, die Fehlerquote dadurch zumindest senken können.

Rein hypothetisch:

Wenn der Herr Schindler jedoch nicht so unzurechnungsfähig, (wie zwei Male peinlichst vorgeführt) wäre, er sich nur verstellt, vorsätzlich und wider besseren Gewissens gelogen hätte, schlau, berechnend, einem uns unbekannten höheren Ziele folgend?

Na dann könnte er doch nahtlos in die Politik gehen, hätte er doch nachgewiesenermaßen das Zeugs dazu. Mir fallen da auf Anhieb auch gleich mindestens drei Parteien ein wo er richtig hinpassen würde.

Falls Sie, auf welchen Fehleinschätzungen auch diesmal beruhend, doch nicht auf mich setzen wollen, Ihnen meine Vorstellungen über das Gehalt zu hoch erschienen, schlage ich Ihnen hilfreich wenigstens einen ähnlich guten vertrottelten Spitzenkandidaten vor, bei dem unser leidgeprüftes Volk jeden, aber auch wirklich jeden Reinfall, jede noch so peinliche Panne ergeben als vom Himmel gesandt, hinnehmen würde:

Hartmut Mehdorn, den bekannten Erfolgsgaranten.

Hochachtungsvoll,

Klaus-Peter Kostag

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