Hallo Jochen,

ich hatte mir nach Deinem lauten Grübeln, (der Begriff „Nachdenken“ wäre mir dabei wesentlich zu hoch gegriffen gewesen,) über eine angeblich neue elsässersche „SA“ für die Montagsdemos, Deinen Blog zu lesen nachtragend vorsorglich verkniffen.

Du siehst, ich versuche Dich also wieder. Du hast jetzt allerdings noch Bewährungsauflagen.

Die Kohle also, die fehlende, in der Ukraine, die doppelt fehlende. Das hast Du superverständlich dargelegt. Logisch in sich geschlossen. Wasserdicht. Unschlagbar. Deine Schlussfolgerung jedoch,

„Wer den USA jetzt nicht sehr schnell und sehr hart klare Grenzen setzt, verrät Deutschland, Europa und am Ende jeden ehrlichen Menschen auf dieser Welt. Die Unterstützer der USA sind vaterlandslose Gesellen und elende Verräter zugleich. Wer die Faschisten in der Westukraine unterstützt ist ein Verbrecher gegen das Menschenrecht und gehört vor Gericht.“

ist mir jedoch viel zu kurz und außerdem jammerig. Der „N8waechter“ geht da in seinem aufbauend lesenswerten Artikel „Nukleares Tic-Tac-Toe“, in dem er nachweist, dass die wirtschaftlich pleiten USA inzwischen auch militärisch vom Tiger zum Bettvorleger geschrumpft worden sind, weiter als Du:

„Insbesondere der große “Feind“ USA läuft Gefahr, dem Erdboden gleich gemacht zu werden, ohne dagegen halten zu können. Unter den gegebenen Umständen würde WOPR (http://de.wikipedia.org/wiki/WarGames_%E2%80%93_Kriegsspiele) noch weit sicherer  zwingend schlussfolgern:

„Ein seltsames Spiel. Der einzig gewinnbringende Zug ist, nicht zu spielen.“

Und wie sang Sting im Jahr 1985 noch gleich?

“I hope the Russians love their children too…“

Bleibt zu hoffen, dass Gleiches auch für die Amerikaner gilt.“  (http://n8waechter.info/2014/11/nukleares-tic-tac-toe/)

Wobei der N8waechter noch nicht mal die neuen chinesischen Hyperschall- Atomraketen mit Ablenk- und einzeln steuerbaren Mehrfachsprengköpfen, (also nicht mehr abwehrbar,) ins Kalkül mit einbezogen hat.

Unser rechter Blogger Michael Winkler schreibt am 22.10.2014 in seinem „Pranger“ aus seiner rechteren Sicht der Dinge spöttisch lesenswert über die Gierigen der alten Weltordnung USA:
„Sie haben es versiebt!“

(Ich halte es mit ihm wie einst W. Ulbricht:
„Wenn es um den Frieden geht, setzte ich mich sogar mit dem Teufel an einen Tisch“. Vor allem, wenn der auch noch bestechend logisch weitsichtig zu schlussfolgern versteht.)

Die USA haben seit 1945 finanziell gesehen nur Zuzahlungskriege inclusive einiger heftig strategisch militärischer Niederlagen geführt. Wenn sie heute allein ihre Atomwaffentechnik auf einen notwendig idiotensichereren Stand bringen wollten, (und das müssen sie) fehlten ihnen dazu eine Billion Dollar!

Die neue Weltmacht in Wirtschaft und Handel ist still und unheimlich aufs Siegerpodest gestiegen:
China.
Das große, einnehmende Land hat im Zuge der europäisch politischen Amokfahrt gegen den Rohstoff- und Militär-Riesen Russland nun endlich mit diesem Hammer von ideal ergänzendem Partner fusioniert.
Zusätzlich sitzen die Brasilianer, die Inder und die Südafrikaner mit im Boot. Kontinente verbindend. Dieser Koloss BRICS ist militärisch nicht besiegbar und wird den Verlierer USA plus Mitverlierer Vasall Europa nicht vernichten wollen. Nur ausplündern. Reichlichst. Im Gegenzug für die vergangen hässliche US-Abzocke.

Ich bin ja auch gegen die Todesstrafe, bin für das weit Härtere lebenslänglich. Der Wahn ist kurz, die Reue lang. Das soll sie denn auch sehr ausgiebig lange sein.
Die größte Rache ist laut angesagte Verzeihung. Plus erzieherisch wirksam reichlich Bußgeld !!!

Wenn doch nur in der neuen Weltmacht die altbekannten Finanzoligarchen der Möchtegern NWO, (ich sag‘ jetzt ausdrücklich nicht, welche Sippschaft die sind,) keinen Platz an den Schalthebeln der Macht bekämen!
Wenn Gier also dieses Mal nicht wieder komplett Geist fräße, dann würde die Umverteilung von fleißig (Unten) nach reich (Oben) mit Sicherheit gestoppt und endlich wieder zu verträglich  s o z i a l e r Marktwirtschaft !!!

Lieber Jochen Hoff, bevor wir beide in die ewigen Jagdgründe gehen erleben wir bestimmt nicht mehr den Nach-Kapitalismus, aber wenigstens einen mit weit menschlicheren Zügen. Nennen wir ihn BRICettS?

Klaus-Peter Kostag
kostag@gmx.net

Postscriptum:
Und darauf trinken wir einen. Na sdorowje, Towarischtsch Hoff.

Advertisements